Autoreparaturen selbst ausführen: Was geht und was nicht

Vorderleuchte kaputt? Motor streikt? Manche Reparaturen lassen sich leicht selbst zuhause durchführen. Bei anderen sollte jedoch lieber ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Diese einfachen Reparaturen kann jeder durchführen

Seit einigen Jahren sind die Autohersteller gesetzlich verpflichtet, den Austausch von kaputten Lämpchen bei der Autobeleuchtung durch Laien zu ermöglichen. So ist es bei den meisten Autos kein Problem, zum Beispiel die Vorderleuchte oder Hinterleuchte herauszunehmen und das kaputte Lämpchen durch ein Neues zu ersetzen. Wie es geht, erklärt die Bedienungsanleitung des Autos oder ein Online-Tutorial. Aber aufgepasst: Dies gilt nur für Halogenlampen. Bei modernen Xenon- und LED-Leuchten sollte ein Fachmann beauftragt werden.

Bild: ©istock.com/Bobex-73traveling concept

Vor allem in den Wintermonaten macht so manche Autobatterie schlapp. Muss eine neue Batterie her, kann diese problemlos selbst ausgewechselt werden. Auch hier gibt es entsprechende Anleitungen online. Weitere Komponenten, die selbst ausgetauscht werden können, sind beispielsweise Scheibenwischer, die regelmäßig aufgefrischt werden müssen, und Luftfilter. Mit dem entsprechenden Werkzeug können auch die Reifen selbst gewechselt werden. Dies ist praktisch, seit der Gesetzgeber den zweimal jährlichen Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt zur kostspieligen Pflicht gemacht wird. Allerdings gilt auch dies nur noch für ältere Fragen, denn dank einer neuen EU-Verordnung müssen Neuwagen seit 2015 mit speziellen Sensoren zur Überwachung des Reifendrucks ausgestattet sein. Dann ist der Reifenwechsel nur noch in der Werkstatt möglich.

Autoteile problemlos selbst besorgen

Kleinteile wie Glühlampen und Batterien lassen sich heute meist problemlos in größeren Supermärkten und an Tankstellen besorgen. Bei größeren Reparaturen können Autofahrer auch auf PKW-Teile sparen und diese online bestellen. Dies ist gerade beim Tuning sehr beliebt, wenn das eigene Auto nicht nur zweckmäßig repariert, sondern aufgerüstet werden soll. Klassiker in diesem Bereich sind die Ausstattung mit zusätzlichen Leuchten (StVO beachten!), eine neue Soundanlage und das sogenannte Tieferlegen. Allerdings sind für diese Arbeiten schon einige Fachkenntnis und die notwendige Ausrüstung erforderlich. Im Zweifelsfall ist es besser, sie einem Fachmann zu überlassen.

Arbeiten am Motor nur in der Werkstatt

Der Motor ist das empfindliche Herz jedes PKWs. Schon aufgrund der heutigen komplizierten Technik können Motorprobleme nicht mehr zuhause behoben werden. Die Kfz-Werkstatt verfügt über hochgerüstete Computer und Diagnosetools, um den konkreten Schaden zu identifizieren und zu beheben. Auch andere Arbeiten, die tief in das Innere des Autos eindringen – zum Beispiel das Erneuern der Bremsbeläge und der regelmäßige Ölwechsel sollten dem Profi überlassen werden. Meist können diese Arbeiten in Rahmen der ohnehin erforderlichen Inspektion durchgeführt werden.

Das könnte Sie auch interessieren: