Silvretta Classic Rallye Montafon 2019: Mercedes-Benz „EVO II“ mit royalem Team

Zum Jubiläum „125 Jahre Motorsport von Mercedes-Benz“ startet die Stuttgarter Marke bei der 22. Silvretta Classic Rallye Montafon mit sechs faszinierenden Klassikern. Vom 4. bis 6. Juli 2019 sind unter anderem der Rennfahrer Klaus Ludwig und die Influencerin Shareen Raudies (@shareenqueen) in einem Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) auf den Traumstraßen Vorarlbergs unterwegs – inklusive der legendären Silvretta Hochalpenstraße.

Stuttgart. „Traumautos auf Traumstraßen“ – dieses Motto steht für die Silvretta Classic Rallye Montafon, eine der renommiertesten Gleichmäßigkeitsfahrten für klassische Automobile. Bei der 22. Ausgabe vom 4. bis 6. Juli 2019 startet Mercedes-Benz Classic mit sechs Fahrzeugen aus der Unternehmenssammlung und von ALL TIME STARS, dem markeneigenen Fahrzeughandel für klassische Automobile. Die Stuttgarter Marke ist Premium-Partner der Silvretta Classic Rallye Montafon 2019.

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198), Produktionszeit 1957 bis 1963. Foto von der Mercedes-Benz Classic Insight „60 Jahre SL“, 2012.
Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198), Produktionszeit 1957 bis 1963. Foto von der Mercedes-Benz Classic Insight „60 Jahre SL“, 2012.
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Eines der Fahrzeuge ist ein 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) aus dem Jahr 1990. An Bord: der Mercedes-Benz Classic Markenbotschafter und ehemalige DTM-Champion Klaus Ludwig, von seinen Fans ehrfurchtsvoll „König Ludwig“ genannt, sowie die Influencerin Shareen Raudies. Die angehende Ingenieurin ist als Shareen Queen insbesondere auf Instagram aktiv (@shareenqueen), wo sie regelmäßig auch ihren eigenen schwarzen Mercedes-Benz 190 E in Szene setzt. Die Limousine begleitet sie im Alltag genauso wie in den sozialen Medien. Die Queen und König Ludwig teilen sich bei der Rallye das Cockpit des „ EVO II“ – ein wahrhaft royales Team also.

Passend zum Jubiläum „125 Jahre Motorsport von Mercedes-Benz“ erinnert ein Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198) an einen legendären Höhepunkt der Motorsportsaison 1955: Damals gewinnt ein Seriensportwagen dieses Typs mit der Startnummer 417 (John Cooper Fitch und Kurt Gessl) die Klassenwertung der GT über 1,3 Liter Hubraum beim italienischen Straßenrennen 1000 Miglia von Brescia nach Rom und zurück. Fitch holt zudem Platz fünf in der Gesamtwertung. Zwei weitere 300 SL „Gullwing“ folgen in der Klassenwertung auf den Plätzen zwei und drei.

Der 1954 präsentierte Seriensportwagen 300 SL „Gullwing“ ist direkt vom Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194) des Jahres 1952 abgeleitet. Mit diesem Fahrzeug kehrt die Marke höchst erfolgreich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Motorsport zurück. Die einzigartige Tradition der Sportlichkeit des „Gullwing“ mit seinen charakteristischen Flügeltüren führt ab 1957 der 300 SL Roadster fort. Mit der von diesem offenen Sportwagen abgeleiteten Rennsportvariante Mercedes-Benz 300 SLS gewinnt Paul O’Shea die Sportwagenmeisterschaft der Vereinigten Staaten von Amerika 1957 in der Kategorie D. Zur Silvretta Classic Rallye Montafon startet Mercedes-Benz Classic mit einem 300 SL Roadster aus Jahr 1958.

Faszinierende 1970er-Jahre

Die große Bandbreite der Sportlichkeit in Mercedes-Benz Automobilen machen bei der Silvretta Classic auch zwei ganz unterschiedliche Klassiker vom Anfang der 1970er-Jahre deutlich: Von 1970 stammt ein C 111-II Experimentalfahrzeug, das seinerzeit für Vergleichsversuche mit dem V8-Motor M 116 ausgerüstet wird. So können die Ingenieure den Wankelmotor, der damals im C 111 (1969) und C 111-II (1970) erprobt wird, bei Fahrversuchen einem hochmodernen Hubkolbenmotor im baugleichen Experimentalwagen gegenüberstellen.

Trotz des großen öffentlichen Interesses an dem atemberaubenden Coupé mit den Linien eines Supersportwagens geht der C 111-II nie in Serie. Allerdings leitet die Stuttgarter Marke von diesen Experimentalfahrzeugen zur Erprobung des Rotationskolbenmotors später eine Reihe von Rekordwagen ab: 1976 macht der C 111-II D den Anfang, es folgen der C 111-III (1978) und C 111-IV (1979). Alle drei Fahrzeuge stellen auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitskurs in Nardò zahlreiche Rekorde auf.

Für die Kultur des luxuriös-sportlichen Reisens im offenen Fahrzeug steht bei der Silvretta Classic 2019 ein 280 SE 3.5 Cabriolet (W 111) aus dem Jahr 1971. Das Oberklasse-Cabriolet in Blaumetallic mit Leder in der Farbe Pergament gehört zum Angebot von ALL TIME STARS, dem Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic www.mercedes-benz.com/alltimestars mit eigenem Showroom im Mercedes-Benz Museum. Seine Historie: Der Viersitzer wird 1971 in München ausgeliefert und gelangt später in eine Sammlung von Mercedes-Benz Klassikern. Zum Fahrzeug gehört eine umfassende Dokumentation seines Lebenslaufs mit Wartungsheften und weiteren Belegen. Das 280 SE 3.5 Cabriolet wird in der Collectors Edition von ALL TIME STARS angeboten.

G-Kraft und EVO II

Die Hochstraßen der Alpen mit ihren Pässen und atemberaubenden Ausblicken sind ein Leitmotiv der Silvretta Classic. Ebenfalls im Gebirge, jedoch abseits ausgebauter Straßen, wird im Februar 1979 vor 40 Jahren die Mercedes-Benz G-Klasse geboren. An dieses besondere Kapitel der Markengeschichte erinnert bei der Rallye ein Mercedes-Benz 300 GD Cabriolet mit kurzem Radstand aus dem Jahr 1989. Diese seltene offene Version der Offroad-Ikone mit Fünfzylinder-Dieselmotor wird von 1979 bis 1991 gebaut.

Ein absolutes Highlight von Mercedes-Benz Classic bei der Silvretta Classic Rallye Montafon ist die Hochleistungslimousine 190 E 2.5-16 Evolution II („EVO II“), mit der Klaus Ludwig und Shareen Raudies unterwegs sind. Diese 173 kW (235 PS) starke Spitzenversion der Kompaktklasse W 201 aus dem Jahr 1990 baut Mercedes-Benz Classic 2013 für den historischen Motorsport auf. Als Vorbild dienen dabei die gleichnamigen DTM-Renntourenwagen der frühen 1990er-Jahre. Und so erinnert der „EVO II“ an Höhepunkte aus 125 Jahren Motorsport von Mercedes-Benz wie den Dreifachsieg in der DTM-Gesamtwertung des Jahres 1992: Damals holt Klaus Ludwig die Meisterschaft, gefolgt von seinen Teamkollegen Kurt Thiim und Bernd Schneider.

Sternstunden auf Traumstraßen der Alpen

Mercedes-Benz Classic ist Premium-Partner der Silvretta Classic Rallye Montafon 2019, die wieder herrliche Alpenstraßen im österreichischen Vorarlberg erkundet. Auch durch die Teilnahme an dieser herausragenden Veranstaltung im Kalender der automobilen Klassik mit den sechs Fahrzeugen aus Unternehmenssammlung und von ALL TIME STARS unterstützt die Marke die Faszination der Gleichmäßigkeitsfahrt unter dem Motto „Traumautos auf Traumstraßen“ . Insgesamt nehmen rund 180 historisch wertvolle Klassiker bis zum Baujahr 1999 an der Rallye teil.

Am Donnerstag, 4. Juli 2019, führt ab 15 Uhr die erste Etappe „Montafon“ 118 Kilometer weit von Partenen über Gargellen, Schruns und Sankt Gallenkirch auf die Silvretta-Hochalpenstraße zum Tagesziel Bielerhöhe. Am Freitag, 5. Juli 2019, startet das Feld bereits ab 7:30 Uhr zur zweiten Etappe „Silvretta“. Diese führt 330 Kilometer weit über die Bielerhöhe und Silvretta-Hochalpenstraße nach Ischgl, Landeck, Piburg, Lech, Zürs und Kappl zum Ziel in Gaschurn. An diesem Tag stehen unter anderem die Pässe Hahntennjoch (1.894 Meter), Flexenpass (1.773 Meter) und Arlbergpass (1.793 Meter) auf dem Programm. Die dritte und letzte Etappe „ Bregenzer Wald“ der Silvretta Classic führt am Samstag, 6. Juli 2019, ab 9 Uhr 178 Kilometer weit von Partenen nach Schruns, auf der Strecke liegt unter anderem das Faschinajoch (1.486 Meter).

Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic bei der Silvretta Classic Rallye Montafon 2019

Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198, 1955)

Im Februar 1954 hat der Mercedes-Benz 300 SL Seriensportwagen (W 198) auf der International Motor Sport Show in New York Weltpremiere. Das Coupé wird wegen seiner charakteristischen, am Dach angeschlagenen Flügeltüren auch „ Flügeltürer“, „Gullwing“ (Möwenschwinge) oder „Papillon“ (Schmetterling) genannt. Der Hochleistungssportwagen basiert auf dem legendären 300 SL Rennsportwagen (W 194) der Saison 1952. Es ist der erste Serienpersonenwagen mit Viertaktmotor und Benzineinspritzung. Mit einer Motorleistung von 158 kW(215 PS) – gut 25 Prozent mehr als bei der vergaserbestückten Rennsportausführung von 1952 – und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h liegt der W 198 im Spitzenbereich der Seriensportwagen seiner Zeit, was ihn auch für Sporteinsätze prädestiniert. Legendär ist der Dreifach-Klassensieg des 300 SL „Gullwing“ bei der 1000 Miglia 1955. John Cooper Fitch und sein Beifahrer Kurt Gessl kommen im Fahrzeug mit der Startnummer 417, die für ihre Startzeit um 4:17 Uhr steht, auf den fünften Platz der Gesamtwertung und führen die Klasse der Seriensportwagen mit mehr als 1,3 Liter Hubraum vor zwei weiteren „ Flügeltürern“ an. Von 1954 bis 1957 werden insgesamt 1.400 Fahrzeuge des 300 SL „Gullwing“ gebaut, davon entstehen im Jahr seines 1000-Miglia-Klassensieges 1955 nicht weniger als 867 Exemplare.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198)
Baujahr: 1955
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 cm3
Leistung: 158 kW (215 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 250 km/h

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198, 1958)

Mercedes-Benz stellt den 300 SL Roadster (W 198) im März 1957 auf dem Genfer Automobil-Salon als Nachfolger des 1954 präsentierten 300 SL „Gullwing“-Coupés (W 198) vor. Technisch entspricht der offene Sportwagen weitgehend dem Coupé, allerdings erlaubt der modifizierte Gitterrohrrahmen den Einbau herkömmlich angeschlagener Türen, die offenes Fahren erst möglich machen. Weiterentwickelt zeigt sich auch das Fahrwerk: die Eingelenk-Pendelachse mit tiefgelegtem Drehpunkt kommt anstelle der klassischen Zweigelenk-Ausführung zum Einsatz und ist im 300 SL Roadster erstmals mit einer Ausgleichsfeder ausgerüstet. Von Herbst 1958 an ist der Roadster auf Wunsch auch mit einem abnehmbaren Coupédach erhältlich. Vom serienmäßigen 300 SL Roadster leiten die Mercedes-Benz Ingenieure die Rennsportvariante 300 SLS ab, auf der Paul O’Shea die amerikanische Sportwagenmeisterschaft des Jahres 1957 in der Kategorie D gewinnt. Damit schließt sich ein Kreis, schließlich basiert der 300 SL auf dem gleichnamigen Rennsportwagen (W 194), der im Jahr 1952 höchst erfolgreich im Motorsport eingesetzt wird. 1961 erhält der 300 SL Roadster Scheibenbremsen und 1962 einen Motorblock aus Aluminiumguss. Die Produktion des 300 SL Roadsters läuft 1963 aus. Insgesamt werden in sieben Jahren lediglich 1.858 Exemplare des hochexklusiven Sportwagens gebaut, der heute zu den besonders gesuchten Klassikern gehört.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198)
Baujahr: 1958
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 cm3
Leistung: 158 kW (215 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 245 km/h

Mercedes-Benz C 111-II Experimentalfahrzeug mit V8-Motor (1970)

Bereits ein halbes Jahr nach der Vorstellung des Experimentalfahrzeugs C 111 im Jahr 1969 sorgt Mercedes-Benz erneut für Furore: Auf dem Genfer Automobil-Salon im März 1970 debütiert eine grundlegend überarbeitete Ausführung des Hochleistungssportwagens mit Wankelmotor. Der C 111-II erzielt dank seines 257 kW (350 PS) starken Vierscheibenmotors nochmals verbesserte Fahrleistungen. Mit der neu gezeichneten Karosserie wirkt er noch attraktiver als sein Vorgänger und ist dabei in jeder Hinsicht alltagstauglich. Diese zweite Version des Forschungsfahrzeugs dient auch als Basis für eine 147 kW (200 PS) starke V8-Variante des C 111 mit dem Serienmotor M 116. Dieser C 111-II mit Hubkolbenmotor dient als Vergleichsfahrzeug für Fahrversuche. Obwohl zahlreiche Blankoschecks in Stuttgart eintreffen, geht der C 111-II nicht in Serie. Auch die Wankelmotoren-Entwicklung wird bei Mercedes-Benz nicht wie geplant fortgesetzt und schließlich eingestellt.

Technische Daten Mercedes-Benz C 111-II Experimentalfahrzeug mit V8-Motor
Baujahr: 1970
Zylinder: V8
Hubraum: 3.499 cm3
Leistung: 147 kW (200 PS)

Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet (W 111, 1971)

Das Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet ist das Topmodell der W 111 Cabriolets, die von 1961 bis 1971 gebaut werden. Konstruktiv und stilistisch orientiert sich die Familie luxuriöser offener Fahrzeuge an den im August 1959 vorgestellten „ Heckflossen-Limousinen“ der Baureihen W 111. So verfügen auch die Coupés und Cabriolets über die bei den Limousinen als Weltinnovation eingeführte Sicherheitskarosserie mit Knautschzone. Neben dem 220 SE und seinem Nachfolger 250 SE ergänzt der besonders exklusiv ausgestattete und leistungsstarke 300 SE (W 112) von 1962 bis 1967 das Programm der luxuriösen Zweitürer. Anfang 1968 erscheint der 280 SE, und im September 1969 stellt Mercedes-Benz dann das 280 SE 3.5 Cabriolet als deutlich leistungsstärkere Version mit einem völlig neu entwickelten 3,5-Liter-V8-Motor vor. Das neue Topmodell zeichnet sich durch besondere Laufruhe aus und ermöglicht gleichzeitig sportwagenmäßige Fahrleistungen. Auch stilistisch wird das Cabriolet leicht überarbeitet, so wird die Kühlermaske niedriger und breiter, die Motorhaube wird nach vorne abgeflacht. Das Achtzylinder-Cabriolet mit serienmäßigem Automatikgetriebe wird nur 1.232 Mal gebaut und gehört heute zu den gesuchtesten Klassikern seiner Epoche.

Technische Daten Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet (W 111)
Baujahr: 1971
Zylinder: V8
Hubraum: 3.499 cm3
Leistung: 147 kW (200 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

Mercedes-Benz 300 GD Cabriolet kurz (Baureihe 460, 1989)

Die Mercedes-Benz G-Klasse wird seit ihren Anfängen im Frühjahr 1979 im Werk Graz-Thondorf der damaligen Steyr-Daimler-Puch AG gebaut, das 1977 eigens zu diesem Zweck errichtet wurde. Innerhalb der aus vier Modellen bestehenden ursprünglichen Typenpalette der Mercedes-Benz G-Reihe ist der 300 GD das leistungsstärkere der beiden Dieselmodelle, mit 65 kW (88 PS) liegt er insgesamt im Mittelfeld des Leistungsspektrums. In den ersten Jahren ist der 300 GD das meistgebaute Modell der Baureihe 460. In dieser Zeit weisen die Station-Wagen innerhalb der Typenpalette gegenüber Kastenwagen und offenem Wagen die mit Abstand höchste Produktionsstückzahl auf, wobei die Varianten mit kurzem Radstand anfangs deutlich überwiegen. Das seltene Cabriolet in der Farbkombination blau / blau ist ein relativ spätes Exemplar der Baureihe 460, die 1989 durch die umfangreich überarbeitete und luxuriösere Baureihe 463 abgelöst wird.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 GD Cabriolet kurz (Baureihe 460)
Baujahr: 1989
Zylinder: 5/Reihe
Hubraum: 2.998 cm3
Leistung: 65 kW (88 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201, 1990)

Mercedes-Benz Classic baut dieses Fahrzeug mit dem 173 kW (235 PS) starken Serienmotor im Jahr 2013 nach dem Vorbild der gleichnamigen DTM-Renntourenwagen der frühen 1990er-Jahre für den historischen Motorsport auf. Für den Einsatz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft entsteht 1989 der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution. Wichtigste Veränderung gegenüber dem Vorjahresmodell 190 E 2.3-16 ist ein neuer Motor: Der 2,5-Liter-Sechzehnventiler leistet bis zu 250 kW (340 PS). Das vom Reglement vorgeschriebene Höchstgewicht von 1.040 Kilogramm erfordert umfangreiche Modifikationen. Bei zahlreichen Karosserieteilen wie etwa Motorhaube, Kofferraumdeckel und Spoiler kommt Kevlar zum Einsatz. Im Mai 1989 gewinnt der neue Renntourenwagen mit Roland Asch am Steuer gleich sein erstes Rennen. Bereits im August 1989 beginnt die werkseigene Abteilung Mercedes-Benz sport technik (st) mit den Arbeiten an der zweiten Entwicklungsstufe, dem Evolution II. Seinen ersten Rennsieg erzielt dieser nun 274 kW (373 PS) starke Renntourenwagen im August 1990 mit Kurt Thiim am Steuer. In der Saison 1992 gewinnt Klaus Ludwig mit dem „EVO II“ den Fahrertitel der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

Technische Daten Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201)
Baujahr: 1990
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.463 cm3
Leistung: 173 kW (235 PS)
Höchstgeschwindigkeit: rund 250 km/h

Der Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic bei der Silvretta Classic Rallye Montafon 2019

Klaus Ludwig
Geboren am 5. Oktober 1949 in Bonn, Deutschland

Der von seinen Fans mit dem Ehrennamen „König Ludwig“ ausgezeichnete Rennfahrer und dreifache DTM-Meister Klaus Ludwig beginnt seine Karriere im Motorsport Anfang der 1970er-Jahre mit Slalomrennen, Orientierungsfahrten und Tourenwagenrennen. Zu seinen ersten großen Erfolgen zählen die Meistertitel der Deutschen Rennsport-Meisterschaften (DRM) der Jahre 1979 und 1981 sowie Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den Jahren 1979, 1984 und 1985. Zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) kommt Ludwig 1985, wo er zunächst für Ford startet und 1988 seinen ersten Titel holt. 1989 wechselt er zum AMG-Mercedes-Team, für das er in den folgenden Jahren bis 1994 zwei Meistertitel (1992 und 1994, Vizemeisterschaft 1991) mit insgesamt 19 Rennsiegen holt. 1995 und 1996 fährt er in der ITC (International Touringcar Championship) für das Opel-Team Rosberg. Danach kehrt er zu AMG-Mercedes zurück und gewinnt zusammen mit Ricardo Zonta 1998 die Fahrer- und Teamtrophäe der Internationalen FIA-GT-Meisterschaft. Im Anschluss beendet Ludwig offiziell seine Motorsportkarriere, doch im Jahr 2000 startet er wieder bei den neuen Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) und beendet die Saison sowie seine Rennfahrerkarriere mit Platz 3 der Gesamtwertung auf Mercedes-Benz CLK-DTM.


Presse Daimler AG

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