Ratgeber Reifen – Das sollten Sie wissen!

Wissenswertes rund ums Thema Reifen

Autoreifen RatgeberDie Sicherheit sollte im Straßenverkehr stets an erster Stelle stehen. Gewährleistet wird diese jedoch nicht nur durch eine vorausschauende und rücksichtsvolle Fahrweise, sondern auch durch die Beschaffenheit des fahrbaren Untersatzes. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Reifen – schließlich stellen sie die Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße dar.

Welche Reifenarten gibt es?

Reifen beeinflussen sowohl das Brems- als auch das Fahrverhalten. Daher müssen sie je nach vorherrschenden Witterungsbedingungen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Sommerreifen eignen sich beispielsweise hervorragend bei trockenen Bedingungen, wobei sie kalte und nasse Temperaturen nicht gut vertragen.

Nicht ohne Grund schreibt die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) seit 2010 eine Winterreifenpflicht vor, wenn die Wetterlage es verlangt. Dies ist vor allem bei Glätte, Schnee und Matsch der Fall. Winterreifen haften bei diesen Bedingungen besser auf der Fahrbahn und sorgen aufgrund ihres tieferen Profils zusätzlich für mehr Sicherheit.

Variante Nummer drei sind die Ganzjahresreifen, welche auch als Allwetterreifen bezeichnet werden. Zwar passen sie sich allen Gegebenheiten an, sind allerdings weder bei warmen noch bei kalten Temperaturen besonders leistungsfähig. Zudem können sie sich negativ auf den Benzinverbrauch auswirken.

Übrigens: Seit 2017 ist es nicht mehr ausreichend, auf Winterreifen mit einer „M+S-Kennzeichnung“ zurückzugreifen. Als wintertauglich gelten nur noch Reifen mit einem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke), da sie strengen Leistungs- und Qualitätsstandards unterliegen. Bis zum 30. September 2024 dürfen M+S-Reifen noch gefahren werden, jedoch nur, wenn das Herstellungsdatum vor dem 1. Januar 2018 liegt.

Welche Profiltiefe ist vorgeschrieben?

Unabhängig von der Reifenart sieht der Gesetzgeber eine gewisse Profiltiefe vor. Diese beträgt für die gesamte Laufflächenbreite des Reifens mindestens 1,6 mm. Wird sie nicht eingehalten, kann dies unter anderem den Bremsweg verkürzen, was für ein höheres Unfallrisiko spricht. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte die Profiltiefe von Reifen regelmäßig überprüft werden.

Dafür bietet sich beispielsweise der sogenannte 1-Euro-Trick an. Eine 1-Euro-Münze verfügt etwa über einen 3 mm breiten Rand. Stecken Sie das Geldstück in das Profil und der goldene Rand ist nicht mehr zu sehen, sind Sie mit diesem Reifen noch auf der sicheren Seite. Sehen Sie ihn, ist es Zeit für einen Reifenwechsel.

Auch das Alter der Reifen spielt eine Rolle!

Die Verkehrssicherheit kann nicht nur durch eine nicht eingehaltene Profiltiefe in Mitleidenschaft gezogen werden – es ist ebenfalls von Bedeutung, wie alt die jeweiligen Reifen sind. Nach maximal acht bzw. sechs Jahren (bei Winterreifen) sollten sie die jeweiligen Autoreifen entsorgen und neue besorgen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Reifen noch über die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm verfügen.

Faktoren wie Feuchtigkeit, Wärme oder UV-Strahlung können dafür sorgen, dass die Reifen nach einer gewissen Zeit spröde werden und nicht mehr über ausreichend Grip verfügen. Sollte dies der Fall sein, ist es sehr gefährlich, noch damit zu fahren. Möchten Sie das Alter Ihrer Reifen bestimmen, können Sie sich an der sogenannten DOT-Nummer orientieren. Diese gibt Aufschluss über das Herstellungsdatum des Reifens.

Bei falscher Bereifung drohen Sanktionen

Sind Sie mit falschen Reifen unterwegs oder haben die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe unterschritten, müssen Sie mit Ahndungen aus dem Bußgeldkatalog rechnen. Eine Fahrt mit abgefahrenen Reifen hat beispielsweise ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg zur Folge. Das Gleiche gilt, wenn Sie bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen gefahren sind.

Entstand dadurch eine Gefährdung im Verkehr, steigt das Bußgeld auf 100 Euro an. Führte Ihr Fehlverhalten sogar zu einem Verkehrsunfall, kommen 120 Euro auf Sie zu. Der Punkt in Flensburg bleibt in beiden Fällen bestehen. Weitere Informationen zu Autoreifen und den möglichen Sanktionen bei falscher Bereifung finden Sie auf dem Ratgeberportal bussgeldrechner.org!

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