Jaguar Land Rover gibt Grünes Licht zur Lösung eines 150 Jahre alten Verkehrsproblems

  • Neue Jaguar Land Rover Vehicle-to-Infrastructure (V2X) Technologie bewahrt Autofahrer vor langen Haltephasen bei „Rot“
  • Green Light Optimal Speed Advisory (GLOSA) gibt ideale Geschwindigkeit vor, um die nächste Ampel bei „Grün“ zu erreichen
  • Der Stadtverkehr wird dadurch flüssiger und sauberer, denn sanftere Brems- und Beschleunigungsmanöver senken die Emissionen
  • Neues V2X-System wird aktuell in einem Jaguar F-PACE erprobt

Weniger Stillstand bei „Rot“, dadurch flüssiger Verkehr und geringere Emissionen dank sanfterer Brems- und Beschleunigungsmanöver. Dem Ideal der „Grünen Welle“ im Stadtverkehr kommt Jaguar Land Rover durch eine Vernetzung zwischen Fahrzeug und Verkehrsampeln schon bald deutlich näher. Sie empfiehlt dem Fahrer eine Geschwindigkeit, mit der er verlässlich auf der „Grünen Welle“ mitschwimmen kann. Die neue Technologie aus dem Forschungsgebiet Vehicle-to-Infrastructure (V2X) wird aktuell in einem Jaguar F-PACE und mit spezieller Software ausgerüsteten Ampeln erprobt. Sie soll den Stadtverkehr flüssiger machen und gefährliche Rennen unterbinden, um noch in letzter Sekunde die Ampel vor dem Umspringen auf Gelb und Rot passieren zu können. So werden werden Stadtfahrten sicherer, komfortabler und stressfreier.

 

Copyright: jaguarlandrover.com

Genau vor 150 Jahren gingen die weltweit ersten Verkehrsampeln in Betrieb – gleich neben den Häusern des britischen Parlaments in London. Seitdem haben Autofahrer auf der ganzen Welt Milliarden von Stunden damit verbracht, auf „Grün“ zu warten. Dank einer neuen Technologie von Jaguar Land Rover könnten diese Zeiten schon bald vorbei sein.

Das so genannte Green Light Optimal Speed Advisory (GLOSA) System lässt Autos mit Ampeln kommunizieren und empfiehlt dem Fahrer eine Geschwindigkeit, mit der er sich am sinnvollsten der nächsten Ampelanlage nähert, um die „Grüne Welle“ tatsächlich mitnehmen zu können.

Die neue V2X-Technologie befreit Fahrer vor regelrechten Rennen bis zur nächsten, schon mit der Rotphase drohenden Ampel. Durch die deutlich sanfteren Beschleunigungs- und Bremsmanöver verbessert sich auch die Luftqualität. Über eine flächendeckende Anwendung gelingt zugleich das übergeordnete Ziel der V2X Revolution: Städte mit fließendem Verkehr, weniger Verspätungen und einem geringeren Stresspegel, besonders für Pendler.

Oriol Quintana-Morales, Forschungsingenieur für vernetzte Technologien, Jaguar Land Rover, sagt: „GLOSA wird die Zeit, die Autofahrer an Ampeln verlieren, deutlich  reduzieren. Das System hat das Potenzial, einen sicheren und flüssigen Stadtverkehr zu gewährleisten, der den Verkehrsteilnehmern viel Stress erspart. Unsere Forschungen verfolgen das Ziel, Autofahren für alle unsere Kunden so angenehm und komfortabel wie möglich zu machen.“

 

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Den neuen Ampel-Assistenten testet Jaguar Land Rover aktuell mit einem Jaguar F-PACE. Wie alle Jaguar und Land Rover Fahrzeuge verfügt auch das Performance-SUV schon heute über ein breites Arsenal an fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen – wie zum Beispiel die automatische Abstandsregelung Adaptive Cruise Control (ACC).

In einer nächsten Stufe werden sie via Internet mit anderen Fahrzeugen und der umgebenden Infrastruktur verbunden. GLOSA ist dabei nur eines von mehreren Systemen, die alle darauf zielen, die Zeit, die Autofahrer im Verkehr verbringen, zu reduzieren und sie sicherer und komfortabl ans Ziel zu bringen.

Darüberhinaus warnt das Kollisionswarnsystem ICW (Intersection Collision Warning) zum Beispiel vor Risiken bei der Anfahrt an eine Kreuzung. Es informiert Fahrer über Fahrzeuge, die aus verdeckten Seitenstraßen kommen und kann die Reihenfolge vorschlagen, in der Autos die Kreuzung passieren sollten. Ein spezielles Notfall-Warnsystem alarmiert Fahrzeuglenker, wenn sich ihnen ein Feuerwehr-, Polizei- und Notfallrettungswagen nähert.

Daneben hat Jaguar Land Rover auch ein System entwickelt, das bei der Parkplatzsuche hilft. Durch Informationen über freie Stellplätze in Echtzeit wird der Parksuchverkehr in überfüllten Innenstädten spürbar ausgedünnt.

Diese und noch weitere Systeme entspringen dem von der Regierung mit Mitteln in Höhe von 23 Millionen Euro geförderten Projekt UK Autodrive, das bereits jetzt Entwicklungen für autonome und vernetzte Fahrzeuge von Jaguar Land Rover beschleunigt hat. Neben der Stärkung der Position der britischen Midlands als Thinktank für innovative Mobilitätslösungen, verfolgt Jaguar Land Rover als größter britischer Automobilhersteller sein ehrgeiziges Vorhaben, mit Hilfe vernetzter Technologien einen Verkehr ohne Unfälle, Staus und Emissionen zu realisieren. Künftige Konnektivitätssysteme werden ein Fahrzeug immer enger mit seiner gesamten Umgebung vernetzten, zugunsten eines fließenden Verkehrs und als Voraussetzung für die selbstfahrenden Fahrzeuge der Zukunft.

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