Car-Spotting weltweit – die Hotspots unter der Lupe

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Richtig schöne Autos sind eine echte Augenweide, sie bieten sich, je nach Marke und Erhaltungszustand, sogar als malerische Fotomotive an. Doch wer hält schon seine Kamera schussbereit, wenn auf der Landstraße zufällig mal ein McLaren SLR oder ein Ferrari 458 vorüberbraust? Car-Spotter zieht es an Orte mit hoher Luxuswagendichte, um eben nichts dem Zufall zu überlassen.

München gilt als deutsche Elite-Metropole, in keiner anderen Stadt unseres Landes tummeln sich so viele Millionäre wie hier. Die berühmte Maximilianstraße wirkt als echter Magnet für dieses wohlhabende Klientel, denn rechts und links der Luxusmeile reiht sich ein teurer Designerladen an den nächsten. Dior, Loro Piana und Escada Sport geben sich ganz galant die Hand, während draußen vor der Tür die edlen Karossen parken: ein wahres Paradies für Car-Spotter, die einfach nur herumstehen und die Augen offenhalten müssen, um die coolsten vierrädrigen Highlights abzupassen! Nebenbei lohnt sich auch ein Bummel über den eleganten Boulevard und durch die Maximilianhöfe, selbst dann, wenn das Geld nicht wirklich für einen Luxuseinkauf reicht. Natürlich lässt sich auch ein Spaziergang über den berühmten Marienplatz mit seinem historischen Rathaus-Glockenspiel kaum vermeiden! Schloss Nymphenburg umgibt sich mit einer wunderbar romantischen Parkanlage, die ebenfalls einen mehrstündigen Ausflug wert erscheint. Am Abend geht es dann ins Hofbräuhaus, um auf den erfolgreichen Tag und die prall gefüllte Speicherkarte anzustoßen.

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Im Londoner Stadtteil Knightsbridge sieht es ähnlich nobel aus: Nicht nur exklusive Geschäfte locken die Creme de la Creme der High Society an, sondern auch zahlreiche mondäne Hotels. Die edlen Domizile entfalten eine besondere Anziehungskraft auf arabische Ölscheichs, die oftmals mit einer ganzen Wagenflotte anreisen und diese anschließend gut sichtbar am Straßenrand parken. Ein bisschen Protzerei ist bei dieser Zurschaustellung sicher mit dabei, aber wen stört’s? Die angereisten Car-Spotter sicherlich nicht, sie versetzt dieser Anblick eher in überbordendes Entzücken! Nebenbei stellt London nicht eben das langweiligste Urlaubsziel dar, schließlich wartet das gewaltige Riesenrad London Eye auf eine atemberaubende Rundfahrt, der London Tower will erobert werden und auch die fulminanten Shopping Malls haben einiges zu bieten. Eine Lichterfahrt über die Themse verleiht dem Urlaub zum Schluss noch ein schmackhaftes Sahnehäubchen! Das berüchtigte Londoner Wetter kann Ihnen bei diesem Angebot herzlich egal sein, im schlimmsten Fall geht es eben mit Regenjacke auf die Piste.

Auch die Küstenstadt Monte Carlo zählt selbstverständlich zu den superheißen Pflastern der Carspotter-Szene: Etwa die Hälfte aller Einwohner des Zwergenstaates Monaco sollen angeblich Millionäre sein, in der idyllischen Hafenbucht ankern haufenweise teure Yachten. Entsprechend sieht es auf den Straßen aus, die Luxuskarossendichte erscheint irrsinnig hoch! Direkt an der wunderschönen Promenade ziehen sie vorbei, ein heißer Schlitten reiht sich an den nächsten. In direkter Nähe befindet sich das gut besuchte Casino, das im Jahr 1868 seine Eröffnung feierte und in seinem Zuckerbäckergewand entsprechend nostalgisch wirkt. Der damalige Besitzer, François Blanc, war auch unter dem Spitznamen »Zauberer von Monte Carlo« bekannt, weil er angeblich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte und deshalb stets gewann. Wie dem auch sei: Am Roulettetisch und bei einer gepflegten Runde Blackjack geben sich die Superreichen gern ein Stelldichein, und jeder Normalo darf sich eingeladen fühlen, ebenfalls Platz zu nehmen. Hoch über der Stadt thront der prunkvolle Fürstenpalast, der teilweise für Besucher geöffnet ist. Flattert die Fahne hoch über dem fürstlichen Anwesen, so ist der Herrscher daheim: Promi-Watching ist manchmal fast so spannend wie Car-Spotting!

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Dubai reiht sich nahtlos ein in diese Liste der Millionär-Hotspots, die Marina gilt als El Dorado für alle Freunde der glamourösen Prunkmobile. Hier lässt es sich herrlich zwischen Meereswellen und Skyscrapern flanieren, ein wenig shoppen oder speisen, während der Fotoapparat stets im Anschlag bleibt. Das Atlantis Palm Hotel lockt mit einem gewaltigen Wasserpark inmitten der Wüste, außerdem verfügt es über einen spektakulär schönen Strand. Eine einzige Übernachtung kostet in diesem Domizil so viel, wie normale Menschen für den Kauf eines Autos ausgeben; die hier geparkten Autos wiederum besitzen eher den Preis eines Einfamilienhauses. Daneben gibt es in Dubai noch viele weitere High-End-Residenzen, die garantiert keine lumpigen Mittelklassewagen vor ihren prächtigen Eingangstoren stehen haben. Wer mag, fährt mit dem Aufzug auf das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa, und schaut sich die ganze Sache einmal von oben an.

Besonders interessant beim Car-Spotting: es handelt sich hierbei nicht um ein Scheuklappen-Hobby mit fokussiertem Blick allein auf die begehrten Luxuswagen. Nein, der begeisterte Nobelhobel-Fan kommt auch ganz viel in der Welt herum, erlebt florierende Städte wie Bangkok und Singapur, und kehrt mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck wieder nach Hause zurück.

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