Erdgasautos haben großes Potenzial

Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern plädiert für Mobilitätswende

Ob auf der Internationalen Automobilausstellung, im ADAC-Kundenbarometer oder in der VCD-Umweltliste: Überall sind Erdgasautos präsent und vorne mit dabei. Doch das Potenzial der umwelt- und klimaschonenden Fahrzeuge sei noch längst nicht ausgeschöpft, ist Stephan Pröschold überzeugt. Der Sprecher des Initiativkreises Stadtwerke Nordbayern plädiert für eine Forcierung der Mobilitätswende, weil ohne diese ein Gelingen der Energiewende nicht möglich sei. „Erdgasautos sind längst voll alltagstauglich, die Modellvielfalt lässt kaum einen Wunsch unerfüllt und die Infrastruktur stimmt.“

Wie groß die Bandbreite an Erdgasautos inzwischen ist, konnten Besucher der IAA in Frankfurt am Stand von Zukunft ERDGAS e. V. erfahren. So präsentierte die Initiative der Gaswirtschaft einen Querschnitt der aktuell 24 Modelle, welche mit erdgasbetriebenen Motoren erhältlich sind. Gezeigt wurden unter anderem der Audi A3 g-tron, der VW Caddy TGI, der Seat Leon TGI und der VW Golf TGI. „Die Hersteller bieten vor allem ihre Bestseller auch als Erdgasversionen an“, sagt Pröschold.
Zu den Highlights der IAA in Sachen Erdgasantrieb gehörten die Vorstellungen zweier Weltpremieren: des Audi A4 Avant g-tron und des VW Caddy Alltrack TGI. Der Kombi von Audi soll ab 2016 bestellbar sein. Nach ersten Angaben wird er mit einem 2.0-TFSI-Motor mit 170 PS ausgestattet, der etwa 4 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer benötigt und weniger als 100 Gramm CO2 emittiert. Beim VW Caddy Alltrack TGI handelt es sich um eine Offroad-Variante des VW Caddy. Der Nachfolger des Cross-Caddy wird ebenso wie das Caddy-Grundmodell mit einem sparsamen TGI-Motor ausgestattet. Der verbraucht lediglich 4,1 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Der Marktstart ist Ende 2015 geplant.

Sparsam und klimaschonend

Das zu den eigenen Bedürfnissen passende Auto zu finden, dürfte also für Erdgasfans kein Problem sein. Und diejenigen, die bereits mit dem alternativen Kraftstoff im Tank unterwegs sind, freuen sich darüber, wie sparsam ihre Fahrzeuge sind. Laut ADAC-Kundenbarometer liegen nämlich die Erdgasfahrer in punkto Zufriedenheit mit den Verbrauchswerten an der Spitze – gefolgt von den Fahrern von Hybriden und denen von Autogas-Fahrzeugen.

Pröschold wundert das nicht, denn der Spareffekt im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen sei deutlich – und das auch bei den aktuellen Niedrigpreisen für Benzin und Diesel. So kostete ein Liter Super E10 im August 2015 laut ADAC durchschnittlich 1,402 Euro, der Liter Diesel 1,143 Euro, das Literäquivalent (bezogen auf Benzin) Erdgas aber nach Angaben von Zukunft ERDGAS nur 0,73 Cent. Zudem wird die Steuerermäßigung für den Kraftstoff Erdgas nach einem Beschluss des Bundestags über 2018 hinaus verlängert. Weil Erdgas allerdings in Kilogramm verkauft wird, ist der finanzielle Vorteil beim Tanken nicht ohne Rechnen klar. „Eine transparentere Preisauszeichnung lässt leider immer noch auf sich warten“, bedauert Pröschold. Dafür sei die Dichte an Erdgaszapfsäulen in Deutschland bei insgesamt über 900 Tankstellen sehr gut.

Top in der VCD-Umweltliste

Die positiven Aspekte in Sachen Klima- und Umweltschutz stehen auch nicht auf der Motorhaube, sind aber für viele das wichtigste Argument für Erdgasautos. Diese emittieren im Schnitt 25 Prozent weniger CO2 sowie über 90 Prozent weniger Stickoxide und Feinstaub im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen. Aus guten Gründen haben daher die Erdgasautos in der Neuauflage der Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland (VCD) wie bereits in den Vorjahren gut abgeschnitten. Gleich drei erdgasbetriebene Fahrzeuge teilen sich den dritten Platz: der Volkswagen eco up!, der Seat Mii Ecofuel und der koda Citigo CNG Green tec. Zu den Kriterien zählen neben dem CO2-Ausstoß und den Schadstoff-Emissionen der Lärmpegel und der Kraftstoffverbrauch.

Die ökologischen Pluspunkte und das günstige Tanken sind für Pröschold die wesentlichen Argumente, weiter auf Erdgasautos zu setzen. Entsprechend groß ist das Engagement der Initiativkreis-Mitglieder, die zum einen den Erdgas-Anteil in ihren Fahrzeugflotten erhöhen und zum anderen häufig den Umstieg auf ein Erdgasfahrzeug fördern. „Wir sehen ein sehr großes Potenzial für erheblich mehr Erdgasautos auf Deutschlands und Europas Straßen“, sagt Pröschold. „Dieses auszuschöpfen, ist ein Gebot der Vernunft, denn Erdgas bildet die unverzichtbare Brücke ins Zeitalter der regenerativen Energien.“

Dem Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern gehören rund 20 lokale und regionale Energieversorger an. Der Zusammenschluss dient der Bündelung von Kompetenzen und Erfahrungen sowie der Koordination gemeinsamer Aktivitäten im Interesse der Kunden. Internet: http://www.initiativkreis-stadtwerke.de

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