Autokauf: Finanzierung, Miete, Leasing oder Barkauf?

Beim Autokauf können Interessenten auf mehrere Optionen

zurückgreifen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Diese hängen sowohl von der persönlichen Finanzplanung als auch von der Risikobereitschaft ab.

Auto kaufen: Direkt bezahlen oder Kredit aufnehmen?

Für Privatpersonen ist die Finanzierung per Kredit mittlerweile die beliebteste Variante. Der Hauptgrund dafür sind die günstigen Kredite: Der effektive Jahreszins hat sich durchschnittlich zwischen 2 und 3 Prozent eingependelt, je nach Angebot geht es sogar noch deutlich niedriger. Dass es im Gegenzug schwieriger geworden ist, Geld anzusparen, ist die Kehrseite dieser Entwicklung.

Möglichkeiten dazu gibt es dennoch. Das herkömmliche Girokonto eignet sich dafür allerdings eher weniger – umso interessanter sind die neuen Kontomodelle von Banken wie moneyou.de. Mit Tages- oder Festgeld können Kunden ihr Geld anlegen und erhalten einen etwas höheren Zinssatz, als es auf dem Sparkonto üblich ist. Dazu kommt die Fondsanlage, die eine Brücke zwischen Sicherheit und Rendite schlägt.

Modelle wie diese eignen sich nahezu ideal, um mittelfristig Geld für den Auto-Barkauf zu sparen. Denn so günstig Finanzierungen auch sind: Nicht alle Verbraucher möchten die langfristige finanzielle Verpflichtung, die ein Kredit immer mit sich bringt, eingehen. Das Auto verlangt ohnehin schon nach vielen Fixkosten, angefangen bei den Kraftstoffkosten über die KFZ-Steuer bis hin zur Versicherung sowie Wartung, Inspektion und Reparaturen. Die Kredittilgung stellt eine zusätzliche (und sehr erhebliche) finanzielle Belastung dar. Gut verzinste Konten mit schnellem Zugriff auf das Geld sind da eine gute Alternative.

Die Vor- und Nachteile des Leasings

Doch auch das Leasing ist bei Privatkunden angekommen. Das Auto wird über eine fest vereinbarte Laufzeit gemietet, nach Ablauf der Zeit geht das Fahrzeug zurück an den Leasinganbieter. Die finanzielle Verpflichtung ist durchaus vergleichbar mit dem Kauf per Kredit, allerdings haben Leasingnehmer den großen Vorteil, dass der Wertverlust des Fahrzeugs keine Rolle spielt. Und das beeinflusst die Kalkulation: Denn anstatt das Auto eines Tages mit großem Verlust zu verkaufen, wie es vor allem bei Neuwagen immer der Fall ist, können Leasingnehmer für denselben Betrag wie bisher einen neuen Vertrag abschließen und erhalten dafür ein neuwertiges Auto.

Risiken gibt es jedoch bei der Rückgabe. Befindet sich das Auto nämlich nicht im vereinbarten Zustand, sei es durch übermäßigen Verschleiß oder sogar durch Schäden, kommt es häufig zu Differenzen zwischen Leasingnehmer und Anbieter. Fälle dieser Art sind so häufig, dass sie für viele Interessenten ein Argument sind, keine Leasing-Verträge mehr abzuschließen.

Bild ©istock.com/kosmos111

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