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Was E-Autofahrer zu Ladestationen wissen sollten – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Tipps zu Ladedauer, Ladekarten und Bezahloptionen

Was E-Autofahrer zu Ladestationen wissen sollten - Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Für das Aufladen an einer E-Ladesäule benötigen Autofahrer oft ein eigenes Ladekabel. (Bildquelle: ERGO Group)

E-Autos boomen: 2022 soll Prognosen zufolge jeder vierte Neuwagen mit einem Elektromotor unterwegs sein. Vor allem das Aufladen stellt Autofahrer nach dem Wechsel auf einen Stromer aber noch vor viele Fragen: Wie funktioniert das Laden an einer öffentlichen Ladesäule? Welche Bezahlmöglichkeiten gibt es? Wie finde ich die nächste E-Tankstelle? Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, kennt die Antworten.

Voraussetzung fürs Aufladen

Auch wer eine eigene Wallbox für sein E-Auto hat, muss manchmal zum Aufladen an eine öffentliche Ladestation. “Wer bisher einen Benziner oder einen Diesel gefahren ist, für den bedeutet der Stopp an einer E-Tankstelle eine Umstellung”, so Frank Mauelshagen. “Denn das “Volltanken” an einer Ladestation dauert in der Regel deutlich länger.” E-Auto-Fahrer benötigen außerdem ein eigenes Ladekabel sowie eine Ladekarte oder die App des Ladesäulenbetreibers oder des Elektromobilitätsanbieters.

Was beeinflusst die Ladezeit?

Wer an einer öffentlichen Ladesäule hält, muss mit mindestens 30 Minuten Ladezeit rechnen. Es können aber unter Umständen auch bis zu 15 Stunden vergehen, bis der Akku wieder voll ist. Die Dauer des Ladevorgangs ist von folgenden Faktoren abhängig:
-Größe, Leistungsfähigkeit und Rest-Akkustand der Batterie.
-Qualität, Länge und Dicke des Ladekabels. Übrigens: Schnellladestationen verfügen oft auch über ein fest installiertes Kabel.
-Art der Ladesäule: DC-Ladesäulen mit Gleichstrom ermöglichen meist ein schnelleres Laden als eine AC-Säule mit Wechselstrom.
-Unterschiedliche Ladeleistung je nach Fahrzeugmodell.

Laden mit Ladekarte, App oder ohne?

Für die Nutzung der Ladesäulen gibt es je nach Anbieter unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten: Einige E-Tankstellen sind mit einem QR-Code ausgestattet. Fahrer müssen diesen vor dem Laden einscannen und anschließend auf einer Website die gewünschte Bezahloption wählen. “Bei anderen Anbietern ist eine entsprechende Ladekarte oder App Voraussetzung für die Nutzung”, erklärt der Kfz-Experte. Wer eine Ladekarte nutzt, kann entweder einen bestimmten Anbieter oder ein sogenanntes Roaming-Angebot wählen. Damit ist das Aufladen an den Säulen verschiedener Betreiber möglich. Die Ladekarte können E-Auto-Fahrer online kaufen.

Bezahlmöglichkeiten

Nutzer einer Ladekarte erhalten meist eine monatliche Rechnung. Abgerechnet wird entweder pro Ladevorgang oder es gibt einen monatlichen Festbetrag. Anders bei einer App: Hier bezahlen Fahrer meist direkt, nachdem sie sich bei der Ladesäule angemeldet und ihr E-Auto aufgeladen haben. An manchen Ladesäulen ist auch eine Bezahlung mit EC- oder Kreditkarte möglich. “Ab 1. Juli 2023 muss an allen neu errichteten Ladestationen das Bezahlen mit mindestens einer gängigen Debit- oder Kreditkarte möglich sein”, informiert der Kfz-Experte. Bisher weniger verbreitet ist das sogenannte Plug & Charge. Hier hinterlegt der Kunde einmalig seine Daten zu Fahrzeug und Abrechnung. Der Lade- und Bezahlvorgang läuft anschließend automatisch ab. Ob das E-Auto mit dem System ausgestattet ist, können Fahrer beim Hersteller erfragen.

Wo ist die nächste E-Tankstelle?

Noch ist das Netz an E-Tankstellen nicht mit dem von Benzin- oder Dieseltankstellen vergleichbar. Daher ist es für E-Auto-Fahrer ratsam, sich vorab via App oder Online über Auflademöglichkeiten auf der geplanten Strecke zu informieren. “Oft zeigen auch die Navigations- beziehungsweise Multimediasysteme in E-Autos die Standorte von Ladestationen an”, ergänzt der Kfz-Experte. Übrigens: Immer mehr Handelsketten bieten auch Ladesäulen auf ihren Parkplätzen an – teilweise ist das Laden hier sogar kostenlos.
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