Zweites Mal Podium für VLN-Rookie Marek Böckmann

Für Motorsport-Talent Marek Böckmann könnte es derzeit

Marek Böckmann (20) bei der Arbeit. Platz drei in der Klasse V5

nicht besser laufen.

Der 20-Jährige (www.marekboeckmann.online) ist in dieser Saison als Rookie in die VLN-Langstreckenmeisterschaft eingestiegen und hat nach seinem dritten Platz beim Auftaktrennen auch bei der zweiten Veranstaltung mit einer Podiumsplatzierung von sich reden gemacht.

Seit seinem fünften Lebensjahr dreht sich bei Marek Böckmann aus Lautersheim alles um das Thema Motorsport. Angefangen im Kartsport fährt der Abiturient mittlerweile als Profi im GT-Sport, in dieser Saison ist der 20-Jährige in die VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring eingestiegen. Und das mit unmittelbarem Erfolg. Nachdem sich Marek nach seinem ersten Rennen am 25. März als Drittbester der V5-Klasse feiern ließ, wiederholte er an diesem Rennwochenende sein Auftaktglück mit einem erneuten dritten Platz. „Bei diesem Rennen hat wirklich alles gepasst, daher bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das Wetter war für die Nordschleife ungewöhnlich gut, wir haben keine Fehler gemacht und auch am Auto gab es bis zum Ende nichts zu bemängeln. Klar war ich beim zweiten Event auch schon entspannter als beim ersten, weil ich wusste, was auf mich zukommt, dennoch ist auf so einer anspruchsvollen Strecke wie dem Nürburgring immer gewisse Vorsicht geboten, da man permanent aufpassen muss“, so das Motorsport-Talent des KÜS Team Bernhard 75, das sich in seiner Gruppe gegen 11 weitere Konkurrenz-Teams durchsetzen musste.

Marek, der an diesem Rennwochenende mit Dominik Schöning und Anders Carlsson das Erfolgstrio gebildet hatte, war am Samstag um zwölf Uhr von Position vier in das vierstündige Rennen gestartet. „Wir konnten Rang vier die ganze Zeit über halten und hatten dann gegen Ende noch das Glück, dass ein Rennauto, das vor uns war, ausgefallen ist. Somit standen wir am Ende wieder auf dem Podium, was uns natürlich extrem gefreut hat“, erzählte der VLN-Pilot, der wieder mit einem Porsche 718 Coupé gestartet war.

Besonders anspruchsvoll sei der Start gewesen, erklärte der Pfälzer, der hier im Rahmen der VLN-Serie das erste Mal den ersten Stint übernommen hatte. „Hier sind rund 180 Autos gleichzeitig unterwegs, da ist der Beginn eines solchen Rennens natürlich äußerst trubelig. Der Start ist dann zwar zeitlich unterteilt in drei Gruppen á 60 Wagen, allerdings sind dann trotzdem am Anfang teilweise vier Autos nebeneinander. Man muss sich daher stark konzentrieren, dass man den Überblick behält und nicht in irgendwelche Crashs involviert wird“, beschreibt Marek die Herausforderung.

Das junge Talent hatte bei dem vierstündigen Rennen die ersten beiden von den insgesamt vier Rennabschnitten übernommen, um ausreichend gefahrene Runden für seine Permit zu bekommen, die er für eine langfristige Teilnahme an der VLN-Meisterschaft benötigt. „Die Permit ist so eine Art Führerschein des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), für die ich an einem Lehrgang teilnehmen und 18 Rennrunden vorweisen musste. Das habe ich jetzt geschafft, daher freue ich mich, dass ich ab dem dritten VLN-Stopp nun endlich in dem Rennwagen losfahren kann, den ich gut kenne und mit dem ich mich in der Vorbereitung ausgiebig beschäftigt habe“, meinte Marek, der dann ab jetzt mit einem 430 PS starken Porsche 911 GT3 Cup auf der Nordschleife unterwegs ist.

Für die Teilnahme an der der erfolgreichsten Breitensportserie Europas spielt für den Sportler ein ausgiebiges Training eine entscheidende Rolle, sind die langen Renndistanzen für ihn eine völlig neue Erfahrung. „Ich habe ein spezielles Ausdauerprogramm, mit dem ich mich regelmäßig auf meine Einsätze vorbereite. Ich halte mich zum einen an meinen Kraftplan, dessen Übungen ich am Olympiastützpunkt in Saarbrücken trainiere. Zum anderen habe ich auch einen Ausdauerplan für zuhause, der sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren und intensives Lauftraining beinhaltet. Auf diese Weise halte ich mich körperlich und auch geistig fit, sodass ich keine Probleme bekomme, wenn ich zum Teil Stints fahre, die bis zu zwei Stunden dauern“, erklärt der 20-Jährige.

Ab dem 24. Juni bildet Marek zusammen mit seinem Teamkollegen David Jahn (26) ein festes Duo, worauf sich der Rennfahrer des KÜS Team Bernhard 75 schon ganz besonders freut. „Der Porsche 911 GT3 Cup ist sehr viel leistungsstärker als der Porsche 718 Coupé, mit dem ich die ersten beiden Rennen bestritten habe. Damit werden wir pro Runde mindestens eine Minute schneller sein, was natürlich auch noch mit einem größeren Spaßfaktor verbunden ist“, lachte der Pfälzer.

Text: Nina Schröder

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